Grippe - woran man sie erkennt..
Fieber, deutlich über 38.5°, ein starkes Krankheitsgefühl, das sehr plötzlich auftreten kann, Kopf- und Gliederschmerzen, das sind typische Anzeichen dafür, dass man sich mit Grippeviren angesteckt hat. Es dauert in der Regel relativ lange, bis man sich als Erkrankter wieder von der Grippe erholt, selbst wenn die akuten Krankheitsanzeichen schon abgeklungen sind, fühlt man sich oft noch schlapp und nicht voll leistungsfähig.
Die Ursache der Erkrankung sind die Grippeviren, die über Tröpfcheninfektion, z. B. beim Niesen, von Mensch zu Mensch übertragen werden.
Die wohl bekannteste Impfung im Erwachsenenalter ist die Grippe-Impfung. Sie schützt vor Erregern, vor Influenza-Viren, die sich jährlich aufs Neue im Winterhalbjahr in Deutschland verbreiten. Man kann sich schützen mit einer Impfung, die jährlich erforderlich ist, weil sich die Grippeviren rasch verändern und der Impfstoff immer auf die aktuellen Virusstämme angepasst werden muss.
Die STIKO, das ist die Ständige Impfkommission am Robert Koch Institut, empfiehlt die Impfung allen Menschen
- über 60 Jahren
- mit chronischen Grunderkrankungen wie Asthma, chronischer Bronchitis, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen, Multiple Sklerose und andere chronische Erkrankungen.
- Bewohner von Alten- und Pflegeheimen
- Schwangeren (neu: seit 8/2010)
Von der Impfung bin ich krank geworden?
Sie kennen die Beobachtung, dass Sie als Geimpfte häufig nach der Impfung einen Schnupfen bekommen oder eine Erkältung. Dabei handelt es sich jedoch nicht um die Zeichen einer Virusgrippe, sondern um einen "grippalen Infekt". Diese Infekte werden von Viren hervorgerufen, vor denen man sich nicht mit einer Impfung schützen kann, auch nicht mit der Grippeimpfung, und die im Winterhalbjahr weit verbreitet sind. Deshalb kann es sein, dass man sich mit einem solchen Infekt unmittelbar nach einem Grippeimpftermin ansteckt. Wichtig ist zu wissen, dass die Krankheitszeichen der grippalen Infekte, Schnupfen, Halsschmerzen, leichtes Fieber, keine Folgen der Grippeimpfung sind, sondern lediglich zeitlich mit dem Termin der Grippeimpfung im Winterhalbjahr zusammenfallen.
Trotz Impfung bin ich krank geworden?
Und weil die Impfung eben nicht vor einem grippalen Infekt schützt, kann sie auch nicht verhindern, dass man "trotz Grippeimpfung" daran erkrankt. Die Krankheitssymptome sind mit der Grippe nicht zu vergleichen. Denn eine Grippe zwingt die Betroffenen im Gegensatz zu einem grippalen Infekt mehrere Tage mit hohem Fieber zur Bettruhe. Erkrankte brauchen oft wochenlang, um sich wieder richtig fit zu fühlen, sich von der "echten" Grippe zu erholen.
Unerwünschte Impfreaktionen
Dass man sich unmittelbar nach der Grippeimpfung krank fühlt, kann vorkommen. Wie stark dieses Krankheitsgefühl ist, ist individuell sehr verschieden. Bei den meisten Geimpften sind es Rötungen, Schwellungen an der Einstichstelle, leichte Temperaturerhöhung und Muskelkatergefühl, die in der Regel innerhalb von 1 bis 3 Tagen abklingen. Der Impfschutz baut sich danach auf, die Schutzwirkung hält für eine Wintersaison an. Im nächsten Winterhalbjahr ist erneut eine Impfung erforderlich, mit einem Impfstoff, der abgestimmt ist auf die dann zirkulierenden Viren.
Eine Sammlung von Fragen und Antworten zum Thema Grippeimpfung 2010 stellt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zur Verfügung.