Hepatitis B
Hepatitis B
Hepatitis B-Viren sind weit verbreitet. Über 400 Millionen Menschen sind weltweit damit infiziert und chronisch erkrankt. Die meisten Infizierten bemerken zunächst keine Krankheitszeichen, bei einem Großteil heilt die Krankheit unbemerkt und ohne Therapie aus. In Deutschland werden jährlich 1.000 Neuinfizierte gemeldet.
Abhängig vom Lebensalter kann die Virusinfektion aber auch einen chronischen Verlauf nehmen, die Leber stark schädigen und Leberzirrhose oder Leberkrebs hervorrufen. Das Virus greift die Leber an und löst Entzündungen aus, die chronisch verlaufen können, die Zellen so stark verändern, dass sich Krebsgeschwüre daraus entwickeln. Im Erwachsenenalter entwickelt nur ein Infizierter, im Kindesalter dagegen 9 von 10 Infizierten eine chronische Hepatitis. Das ist der Grund dafür, dass heute für alle Säuglinge und Kleinkinder eine Grundimmunisierung empfohlen wird, die gegebenenfalls im Jugendlichenalter nachgeholt werden kann.
Das Hepatitis B-Virus wird über Blut und sexuelle Kontakte übertragen. Der Erkrankungsrate ist bei jungen Erwachsenen daher am höchsten. Auch Nadelstichverletzungen sind häufig Ursache von Hepatitis-B-Infektionen, schon winzige Blutmengen reichen aus, um eine Ansteckung zu verursachen. Deshalb spielen auch Injektionen mit verunreinigten Spritzen und Kanülen, Piercings und Tätowierungen als Ansteckungsquelle eine große Rolle.
Weil es bis heute für chronische Hepatitis B-Infektionen keine Therapie gibt, kommt der Vorbeugung durch eine Schutzimpfung eine besondere Bedeutung zu.