Rotavirus
Das Rotavirus ist ein weit verbreitetes, sehr robustes Virus, das in Deutschland für 25 bis 30 % aller schweren Brechdurchfälle im Kleinkind- und Säuglingsalter verantwortlich ist. Wenn die Brechdurchfälle so heftig sind, dass Kleinkinder ins Krankenhaus eingewiesen werden müssen, ist in der Mehrzahl der Fälle (60 %) das Rotvirus die Ursache.
In Deutschland werden jährlich zwischen 40 und 70.000 Fälle von Rotaviruserkrankungen gemeldet. Die Erkrankungen treten häufig im Frühjahr, im März und April, auf. Die Übertragung erfolgt über Schmierinfektion, Kleinkinder infizieren sich durch mit Stuhlresten verunreinigte Hände, die in den Mund gelangen (fäkal-oral).
Um insbesondere bei erkrankten Kleinkindern eine Austrocknung zu vermeiden, ist es wichtig, den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust rasch auszugleichen je nach Zustand des Kindes durch Infusionen oder Gabe ausreichender Trinkmengen.
Der Impfschutz wird als Schluckimpfung verabreicht und verhindert nahezu alle schweren, akuten Brechdurchfälle im Säuglings- und Kleinkindalter. Daten aus den USA zeigen, dass es keine Krankenhauseinweisungen mehr in der Gruppe der geimpften Kinder gab, weil die Schwere der Brechdurchfälle im Vergleich zu den ungeimpften Kindern deutlich abgenommen hat.