KV Frau Darm
Darmkrebs: Früherkennung
Eine Früherkennung in einem Stadium, in dem der Tumor noch nicht weit fortgeschritten ist, bietet sehr gute Heilungschancen mit Behandlungsmethoden, die wenig belastend sind. Deshalb sind alle Anstrengungen darauf ausgerichtet, den Krebs möglichst im Anfangsstadium zu entdecken. Darmpolypen, eine Vorform des Krebses, können problemlos und schmerzfrei beseitigt werden. Dadurch entsteht erst gar kein Krebs. Aber nur 20 Prozent der Männer und weniger als die Hälfte der Frauen nutzen die Möglichkeit der Früherkennung, indem sie sich auf diese Polypen hin untersuchen lassen.
Zur Früherkennung gibt es mehrere Wege
Die einfachste und preiswerteste Früherkennungs-Methode ist der Stuhltest, der aber allenfalls erste Hinweise auf eine mögliche Erkrankung liefert. Eine Stuhlprobe wird beim Arzt oder in einem Labor auf verstecktes Blut untersucht. Bei einem positiven Stuhltest wird eine Darmspiegelung durchgeführt.
Der Stuhltest wird bei Männern und Frauen vom 50. bis zum 55. Lebensjahr einmal pro Jahr von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Danach alle zwei Jahre.
Vorteil: die Untersuchung ist einfach handhabbar und unkompliziert.
Nachteil: die Ergebnisse bieten keine absolute Sicherheit. Denn es gibt auch Tumoren, die nicht bluten. Mit zunehmendem Alter steigt das Restrisiko, mit diesem Test eine Darmkrebserkrankung zu übersehen.
Die Darmspiegelung, Koloskopie, ist die sicherste Vorsorgemaßnahme im Kampf gegen den Darmkrebs. Die Krankenkassen bezahlen diese, wenn nicht schon vorher Gründe zu dieser Untersuchung gegeben sind, ab dem 56. Geburtstag und dann noch einmal zehn Jahre später. Bei dieser Untersuchung wird mittels eines biegsamen dünnen Endoskops eine Mikrokamera in den Darm eingeführt. Verdächtiges Gewebe und Polypen, die zu bösartigen Tumoren werden können, können mit Hilfe einer elektrischen Schlinge sofort entfernt werden.
Der Eingriff dauert nur 15 bis 20 Minuten und kann in Krankenhäusern oder spezialisierten Arztpraxen durchgeführt werden. Voraussetzung ist eine gründliche Reinigung des Darms, die 24 Stunden vor der Spiegelung beginnt. Der behandelnde Arzt verabreicht dazu entsprechende Abführmittel.
Vorteil: die Untersuchung bietet eine sehr hohe Sicherheit. Polypen können während der Untersuchung direkt entfernt werden.
Nachteil: die Untersuchung ist aufwändig und für den Patienten eher unangenehm.
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