KV Frau Gebärmutterhalskrebs
Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs
Frauen ab dem 20. Lebensjahr können einmal im Jahr kostenlos die gynäkologische Krebsvorsorge in Anspruch nehmen, ab dem 35. Geburtstag sogar halbjährlich.
Was gehört zur gynäkologischen Krebsvorsorgeuntersuchung?
- Messung des Blutdruckes
- Untersuchung der Schamlippen, der Scheide, des Muttermundes
- Abstrichentnahme zur Zellgewinnung vom Muttermund und aus dem Gebärmutterhalskanal mit nachfolgender mikroskopischer Untersuchung der Zellen
- Tastuntersuchung der Gebärmutter und der Eierstöcke
- Tastuntersuchung der Brüste und der Achselhöhlen ab dem 30. Lebensjahr
- Tastuntersuchung des Enddarmes ab dem 45. Lebensjahr
Der Frauenarzt untersucht das äußere Genital und den Muttermund. Zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs wird ein Krebsabstrich vom Gebärmutterhals entnommen, der so genannte Pap-Abstrich. Um Veränderungen an den Eierstöcken und der Gebärmutter auszuschließen, führt der Arzt außerdem eine gynäkologische Tastuntersuchung des Unterleibs durch.
Zellveränderungen am Gebärmutterhals können dadurch meist früh entdeckt und als Krebsvorstufen bereits entfernt werden. Diese Vorstufen zählen noch nicht zu den Krebserkrankungen.
Das Durchschnittsalter von Patientinnen mit Gebärmutterhalskrebs im Frühstadium liegt bei etwa 35 Jahren. Bei Frauen ab dem 60. Lebensjahr wird häufiger Krebs im fortgeschrittenen Stadium festgestellt. Insgesamt erkranken daran pro Jahr 6.500 Frauen in Deutschland. Mit der schmerzfreien Vorsorgeuntersuchung wären auch diese Fälle vermeidbar.
Ursache von Krebs am Gebärmutterhals (Cervix uteri)?
Das untere Drittel der Gebärmutter wird als Gebärmutterhals bezeichnet. In seiner Mitte befindet sich ein enger Hohlgang, der von der Scheide zur Gebärmutterhöhle führt. Durch diesen Hohlgang drängen die Spermien nach oben, um die Eizelle zu befruchten. Mit ihnen kommen leider aber manchmal auch krebserregende Papillomaviren in den Gebärmutterhals.
Die krebsartige Veränderung des Gewebes ist ein schrittweiser Prozess, der sich über Jahre hinziehen kann und über mehrere Krebsvorstufen verläuft. Diese werden mit dem sogenannten Pap-Abstrich vom Frauenarzt eingeordnet. Da der Muttermund für eine Untersuchung gut zugänglich ist, können Zellveränderungen bei regelmäßigen Krebsfrüherkennungsuntersuchungen frühzeitig erkannt und behandelt werden.